Biere der Bierzauberei von Günther Thömmes aus Österreich

Vermaischtes über Mango Ale, Flaschenzauber und Craftbier-Zombies

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Mango Ale die Erste:
Dieses Bier aus der Bierzauberei (Österreich) kommt in einer durchsichtigen 0,5 l Bügelflasche zu mir, vorbeigebracht von Günther Thömmes persönlich. Gut, man hätte erwarten dürfen, dass er als Zauberer auf einem Besen angeflogen kommt, aber nein, es geht ganz mugglemäßig per Auto. Vielleicht gab es auch keinen groß genugen Besen für den groß gewachsenen Bierzauberer.

Durchsichtige Flaschen für Bier sind aber Mist, weil Bier soll man kühl und dunkel lagern und kein Sonnenstrahl soll die Aromen quälen. Warum muss ich nun sauviel Pfand für neue durchsichtige, aber altmodische Bügelflaschen aus Österreich bezahlen? Wann jemals kann ich die retournieren? Wenn ich einem Begräbnis auf dem Zentralfriedhof in Wien beiwohne, eingesargt oder hintendreinschlurfend? Also wenn jemals, dann nur mit einem Bier in der Hand, z.b. einem Dosenbier oder wegen mir einem Bier in der Bügelflasche, es sollte dann dem Anlass entsprechend ein dunkles Bier sein, vielleicht zum Wachbleiben dieses Espresso Amber Ale vom Bierzauberer.

Neuerdings gibt man nämlich den Toten auf’m Zentralfriedhof ne Flasche Espresso Amber Ale mit, damit sie nicht einschlafen, ja sorry auch, ihr müsst nicht lachen, bei jedem Witz unter Niveau.

Zurück zum Mango Ale die Zweite:
das trinke ich jetzt noch ganz quicklebendig im 3. Stock eines Mehrfamilienhauses (mann klingt das eklig, wie ne Krankheit) in Gärtringen. Das ist ein Haus für das gehobene Prekariat, sprich: Alte die schon immer hier wohnen und dann auch irgendwann mal sterben, Leute mit Migrationshintergrund, die es zu was gebracht haben: nämlich einer oberirdischen Wohnung und junge Familien die nicht genug Geld hatten für’s Neubaugebiet an der S-Bahn nach Stuttgart, aber doch noch so viel Geld auf den Konten von Postbank und anderen Verbrecherbanken, dass es im Ernstfall für eine Beerdigung sogar mit Craftbier und Kuchen auf dem Zentralfriedhof reichen würde.

Es wohnen hier lauter wirklich nette Menschen, wir sind multikulti, diese Merkel sollte hier mal wohnen, so echtes Mittelschichtenwohnen, dann hätte sie nicht so sau-ossi-SED-populistisch-blond-physiker-dumm gesagt: „multikulti ist gescheitert“

Zurück zum Mango Ale die Dritte:
Die Flaschen sind durchsichtig, weil so kann nach Rückgabe beim Putzen und Spülen genau beurteilt werden, ob die Flaschen auch wirklich blitzsauber sind, so Günther Thömmes. Denn es gibt richtige Biersauf-Flaschen-Schweine, die spülen ihre Bügelflaschen niemals aus und machen die sogar zu.

Also Biertrinker: Bügelflaschen mit klarem Wasser ausspülen und NICHT verschließen, könnt ihr euch das merkeln? Ja, ich habe dazugelernt raunt es durch den Hopfenwald, Bierkraft kann gefährlich sein. An zuviel Atom und zuviel Bier sind schon ganze hopfenbasierte Hoch- und Trinkkulturen eingegangen.

Das Ganze spricht also klar für Aludosen, besorge einer mal eine Ökobilanz: Bügelflasche gegen Dose, Aber in diesem Fall ist das ja alles ganz anders, Weil ich weiß schon was ich ganz Tolles mit den von Euch retournierten durchsichtigen Flaschen mache! Ich könnte z.b. die Asche von berühmten bereits verstorbenen Bier-Persönlichkeiten reintun, oder… Habt Ihr auch tolle Vorschläge? Dann mal her damit!

Zurück zum Mango Ale, die Vierte:
lest ihr eigentlich noch oder träumt ihr manchmal auch von diesen Craftbier-Zombies die aus den Gräbern steigen, mit ihrem Espresso Amber Ale in der einen und dem Rastal Teku Glas in der anderen bandagierten Hand, und zielgerichtet die Bierkeller der Craftbier Freaks ansteuern?

Die Daten: obergäriges Vollbier mit Mango-Pürree, 6,2 % Vol. unfiltriert. MHD bis 25.03.2014.

Der erste Schluck überrascht, nicht süß, auch nicht etwas süß, sondern trocken, süß hatte ich erwartet. Gewöhnungsbedürftig auf den ersten Schluck sage ich mir, aber da ich kein Süßer bin schmeckte es nach dem zweiten Schluck bereits viel besser. die 6.2% Alkohol habe ich auch nicht bemerkt, wo sind die blos versteckt?

Ich hatte den ganzen langen Avatar Film an einem belgischen Lambic Kirsch von Cantillon genuckelt bis ich mich entschied das Bier zu mögen.

Das Fruchtaroma kommt nicht vom Hopfen, sondern vom Pürree. Gerucht ist fruchtig bierig, beim Schlucken dann trockene, leicht säuerliche Fruchtaromen und beginnende Bittere und nach hinten raus nach dem Schlucken eine im Gaumen länger anhaltende leicht adstringierende Bittere. So ungefähr, ich tue mich etwas schwer. Es ist ein durchaus sehr erfrischendes Bier durch die trockene Säure.

Ich würde Mango nicht herausschmecken. Etwas höhere Temperaturen Richtung 10 Grad tun dem Bier m.E. gut. Was mich nicht ganz überzeugt: Die Bittere nach dem Schlucken und die Fruchtaromen zuvor sind mir nicht harmonisch genug eingebunden aufeinander bezogen. Aber das könnte ev. auch daran liegen, dass das Bier ganz frisch abgefüllt ist.

Also: Mango Ale trinken, sich Zeit lassen für das Bier und sich auf das Bier einlassen und nicht zwanghaft nach der Süße suchen, nicht als Durstlöscher abkippen sondern hineinschmecken in das Trockene Fruchtige.

So, und jetzt kommt die alles entscheidende Frage, die über Leben und Tod: Tote, denen man ein Espresso Amber Ale mitgibt können, wie oben beschrieben nicht einschlafen und werden zu Untoten, zu Craftbier-Zombies. Wie können Craftbier-Zombies eliminiert werden, bevor sie alle Craftbiervorräte vernichten? Dazu müsst ihr nämlich wissen, dass ein Craftbier-Zombie nicht auf Menschenfleisch aus ist, sondern bis zu 100 Liter Craftbier pro Stunde trinken kann. Ich bitte also um geeignete, zielführende Vorschläge, wie wir uns vor Craftbier-Zombies schützen können.

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