Oorlam, der neue Anleger in Hamburg

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Hallo, Simon, ich freue mich, daß Du an einem Sonntagnachmittag bereit bist, mit mir zu chatten. Bei einem Chatinterview handhabe ich es so. daß ich alles – abgesehen von groben Rechtschreibefehler – so veröffentliche, wie Du es formulierst. In der vergangenen Woche hast Du auf Dich und Deine Brauerei aufmerksam gemacht, indem Du zum einen das Gerücht bestätigt hast, eine Kneipe aufmachen zu wollen, und zum anderen durstig aussehende Menschen für Deinen Crowdfunding Film in die Kurze Strasse zur Kurzen Ecke gebeten hast: Was hast Du vor?

Hi Esther, Entschuldigung etwas spät dran, bin noch in den Niederlanden und gerade in Amsterdam.
Das ist doch das richtige Umfeld für ein Interview! Also: Erzähl was zu Deiner Crowdfunding Aktion
Also, anfangen sollten wir vielleicht damit, dass es uns nach über 3 Jahren nicht einmal ansatzweise gelungen ist, unsere Biere in Hamburg an den Zapfhahn zu bekommen.
Woran liegt das?
Wir haben doch Galopper und Altes Mädchen und Alles Elbe … und Deine Biere können sich ja durchaus „trinken lassen“. Warum?
Das hat sicher verschiedene Gründe, ist aber im Prinzip nichts, was wir direkt ändern können. Wichtig ist uns eigentlich vor allem, dass wir unser Bier auch direkt und frisch gezapft anbieten wollen. Was du aufzählst ist richtig aber für eine Stadt wie Hamburg nicht wirklich viel.
Es fehlen mehr solcher Plätze, mehr Angebot von Alternativen zu industriellem Bier.
Also, habt Ihr keine andere Wahl, als selber Kneipen aufzumachen? Verstehe ich das richtig?
Ich denke als lokale Brauerei bringt es am Ende wenig, darüber zu lamentieren, dass es (noch) schwierig ist. in der Gastronomie Bier zu verkaufen. Das ist offensichtlich. Wir wollen daher die Möglichkeit schaffen unsere Biere jederzeit gezapft zu bekommen.
Und wie ist nun die Herangehensweise/das Konzept? Als Einzelhändlerin erlebe ich ja, wie begehrt Deine Biere sind und als Einzelhändlerin kann ich mir nur wünschen, daß viel Gutes Bier vom Faß läuft. Also, wie soll es passieren?
Denkbar einfach: Wir planen mit 15 Zapfhähnen wovon ca 10 für Buddelship laufen, die restlichen werden für andere Brauereien offen sein. Ungewöhnlich ist vielleicht der Name.
Erzähl mehr!
Wir sind im Prinzip zwei Partner, Buddelship Brauerei und Filosoof Jenever. Bier und Jenever. Oder wenn du es persönlich haben willst, Simon und Nienke.  Der Name unserer Bar – Oorlam – symbolisiert diese Kombination. Ein Oorlam ist eine alte niederländische Masseinheit für die Ration Alkohol auf See.
Und wieviel war das? Eine Ration? Und Jenever? Was ist das noch?
Das waren, glaub ich, 5 Fingerhüte.
oooohhh. Gar nicht so viel! Was ist Jenever und wird es den auch im Oorlam geben?
Jenever ist aus verschiedenen Getreiden gebrannt und mit verschiedenen botanischen Komponenten verfeinert. Hauptsächlich Wacholder, aber auch viele andere Zutaten wie Zimt, Nelken, Koriander. Nienke produziert diese traditionelle Spirituose mit einem kreativen Ansatz und benutzt auch Zutaten wie Yuzu, Rosen, Holunder, Kamille, Jasmin Tee, oder aber auch Aromahopfen wie zB Columbus.
(Wikipedia kennt für Oorlam nur die Definition: Verbindung zwischen niederländischen Buren und den für sie arbeitenden Nama Frauen)
Das klingt köstlich! Also wird Nienke dafür Sorge tragen, daß Jenever über das Oorlam bekannter wird. Jetzt braucht Ihr ja anscheinend noch ein bißchen Geld: Können wir Teilhaber werden? Was habt Ihr vor?
Wir haben also bei Bier und Jenever den gleichen Hintergrund, einen sehr konservativen und traditionellen, einheimischen Markt.
Und Oorlam wird die moderne, oder besser gesagt, die freie Interpretation von Bier und Jenever, beheimaten.
hach. Da bekommt man schon Lust!
Und um das zu ermöglichen, müssen wir noch ein gutes Stück Arbeit, Zeit und Geld in die Hand nehmen. Und ebenso wichtig, auf Oorlam aufmerksam machen.
Daher haben wir uns für eine crowdfunding Kampagne entschieden.
Naheliegend!
Gleich Anfang dieser Woche geht es los.
Wieviel und in welcher Form braucht Ihr?
Wir wollen eigentlich alle, die uns unterstützen, als Stammgäste gewinnen. Vorbeikommen, ausprobieren, bleiben, wiederkommen! Neue Leute mitbringen!
Es wird also verschiedene Pakete an Getränkegutscheinen geben. Es wird ein eigenes Oorlam Bier mit Zutaten von Jenever gebraut, dass wir in Growlern anbieten. Wir wollen aber auch Tastings veranstalten, um den Leuten unsere Produkte näher zu bringen.
Ein schöner Gedanke. Wird es bei Euch auch etwas zu knabbern geben?
Auf jeden Fall!
Wir werden kleine Spezialitäten anbieten, die thematisch gut zu den Drinks passen, aber auch Heimat in Hamburg bzw. in den Niederlanden haben.
Räucheraal mit Oysterstout zum Beispiel, oder ECHTER holländischer Käse mit sauren Gurken und einem leckeren IPA dazu….
Wann kann ich kommen? Und ab wieviel Euro kann man Gutscheine erwerden und an welchem Datum geht es los? Vielleicht können wir Einzelhändler ja auch etwas für Euch tun – Wann geht die Crowdfundig Aktion los?
Los gehts gleich jetzt in der kommenden Woche
Wir starten online auf startnext
Wir machen auch jeden Samstag im Dezember eine Tap Session bei uns in der Brauerei um Werbung für unser Projekt zu machen und schon einmal einen Vorgeschmack zu geben
Um Weihnachten soll dann Eröffnung sein!
Das Crowdfunding soll 30 Tage dauern.
Und ja, auf jeden Fall würden wir uns über deine Hilfe freuen. Ich denke da finden sich Möglichkeiten.
Sehr gut!
Damit macht Ihr uns Hamburgern ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk! Hättest Du noch ein Oorlam Foto von Euch?
Das sind wir 
j. Danke! Das ist Oorlam pur.
Dank Dir und wir drücken die Daumen! Cheers, Oorlam!
Und so sieht das dann aus
Das ist richtig gut! Danke!
Ich danke dir für dein Interesse und dein Engagement.
Mit Simon Siemsglüß sprach Esther Isaak
Foto &  Logo: Simon Siemsglüß
 

 

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