Der Gerstenhimmel steht offen

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Der Gerstenhimmel steht offen

Der 31. Januar 2015 war der Tag, an dem die Barley´s Angels in Bonn und Köln einflogen.
Es galt einen Vorstand zu wählen und neue Projekte auf der Erde zu organisieren, denn die Erde hat Vorschriften und Regeln, an die sich selbst die außerirdischen Wesen lieber halten, um die Erdmenschen nicht zu verunsichern oder gar mißmutig werden zu lassen.

Manche Außerirdische leben ja auch fest auf die Erde. Der Gerichtsweg in Bonn ist beispielsweise so ein Haus. Da gibt es einen riesigen Tisch, an den 12 Hungrige und Durstige passen. Die Engel haben kein eigenes Zuhause, also folgten sie der Einladung von Heike Wülfing, doch in ihrer Küche zu tagen. Und weil ja alle einen langen Anflug hatten, gab es neben Brötchen und Aufschnitt auch noch ein Rührei, das Fritz mal eben so nebenher machte. Und weil nach der Brauereibesichtigung alle durchgefroren waren, gab es auch noch einen warmen Schokoladenkuchen, den Frau Heike mal eben so ratzfatz gezaubert hatte. Und wir wollen nicht vergessen, daß die kleinen Wölfe Max, der eigentlich schon groß ist, und Julius, der eigentlich noch klein ist, es auch lächelnd ertragen haben, daß ihre Futter- und Lümmelstrecke von Fremden über fünf Stunden belagert wurde.

Die herzliche Stimmung, die Offenheit und die Schaffensfreude waren unsere Begleiter über die fünf Stunden. Wir waren in der Brauerei, wir verkosteten die Gose, die bald fertig ist, das Imperial Stout, was noch ein bißchen Zeit braucht und Fritz teilte seine Erfahrungen und sein Wissen freudig mit uns. Überhaupt haben wir viele Biere probiert und viel Hopfen geatmet und gesehen, daß auch ein Brauereiprojekt nicht mal eben vom Himmel fällt, sondern vielen Vorschriften unterworfen ist, deren Beachtung und Einhaltung dann viel wertvolle Erdenzeit in Anspruch nimmt.

Die Familie Wülfing will zeigen, daß jeder eine Brauerei machen kann. Das ist großartig. Da sie selber nicht reich sind, ist es ein mühsamer Weg. Der einfachere und kürzere Weg wäre der zum Investor oder zur Bank. Sie bevorzugen es aber, bei irdischem Geldmangel, dieses elende Hilfsmittel lieber von Freunden zu leihen, um in keiner Weise auf der schöpferischen Ebene beeinträchtigt zu werden. Wer einmal die Luft im Gerichtsweg geatmet hat, versteht, daßdas Konzept aufgehen könnte. Es ist der offene Himmel!

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