Lervig Supersonic

Dem Bierhimmel so nah – balla balla

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Machen wir es kurz, ein göttliches Bier: Supersonic 8,5% double dingens IPA, Lervig, Stavanger, Norwegen, aus der 0,5 l Dose, relativ warm getrunken, weil die Zeit zum Kühlen zu kurz war, Aroma voll, fett, satt, hopfen-tropen-fruchtig.

Wobei: wegen mir müssen es ja nicht 8.5 % Beschleunigung sein, ich hatte die 0,5 L Dose gewählt weil ich Durst hatte und mir die 0,33 L Dosen als deutlich zu klein, geradezu liliputanerhaft winzig erschienen sind, allemal im Vergleich zur stolzen Wolkenkratzerhöhe der 0,5 L Dosen, unter uns, ich hätte vielleicht sogar die 1 Liter Dose, quasi den Dosenmaybach gewählt, weil es war so, dass ich fast zum erstenmal in 2018 an diesem warmen  April Tag in die Firma gefahren bin mit dem Fahrrad, 7 km über die Feldwege mit Blick auf die bierblauen Alb-Berge, der schwäbischen Tafelberge am südlichen Horizont, darunter weiße, geisterhafte Frühnebel Wolken, alles, auch ich, bereits erweckt und wach und die Kraft und Frische eines gewaltigen Frühlingstages spürend, obwohl die Bäume noch still atmend vor ihrem aufbrechenden Erblühen dastehen, und da bin ich also nach unzähligen mails in Gülleverteilern nach der Heimfahrt im Bierladen etwas gerädert, ha-ha, ein Wortspiel, Spieglein, Spieglein im Glas, wer hat die beste Propaganda im ganzen Land, angekommen, und habe, wie der Schwabe so ist, gleich die neu angekommenen Bier mit nordeuropäischem Migrationshintergrund in die Regale geräumt und die ganze Zeit kein Bier getrunken, und ich hatte Durst, der immer größer wurde.

So griff ich dann endlich nach der im Kühlschrank etwas angekühlten Supersonic Dose, die mich dann bei Spaghetti und Krabben in den Überschallhimmel katapultierte, und da kam mir die Vision, wenn nach dem großen Krieg die heilige Triage der moralischen Wertebürger beginnen würde: Himmel, Hölle, Bierhimmel, dann sah ich also diesen Bierhimmel leuchtend, trübgelb wie die Heilige Apfelsaft NEIPA, und mich darin sitzend liegend Gläser um mich, es gibt auch heiße Tage im Bierhimmel, dann ein saures Bier, der Blick nach unten in die Hölle.

Es ist nämlich so, dass Himmel und Hölle ganz verdammt nah beieinander liegen, die Bierhimmel-Trinker steigen ab und zu, es ist nur ein einziger Schritt, ein winziger Schritt, quasi ein Entenfußschritt hinunter in die Hölle  und lösen einen Verdammten ab, der für diese Zeit kurz in den Himmel darf und mit Bieren seiner Wahl seinen  verdammten immerwährenden Durst löschen darf. Die Verdammten setzen an und Exen das voll-fette Craftbier mit einem Zug in sich hinein, und dann ein zweites und ein drittes Bier, sie hören nicht auf, und dann sinken sie schließlich benommen und federleicht hinab an ihren Kohleofen, an dem sie einer nicht näher erkennbaren Arbeit  nachgehen. Ab und zu sehe ich Hitler unter mir, er arbeitet alleine für sich, aber die Neuankömmlinge werfen ihm verstohlene Blicke zu. Und ab und zu kommt Hitler auch nach oben, weil ein Bierhimmler Erbarmen hat, und stürzt seine Biere stumm hinunter, niemand hat  ihn bis heute etwas gefragt. Wozu auch? Im Bierhimmel kommen die Antworten vor den Fragen.

https://www.youtube.com/watch?v=I0884U0CD2Y
https://www.youtube.com/watch?v=zG_GsBz8ldo
https://www.youtube.com/watch?v=5q3ALvb16EE&list=RDI0884U0CD2Y&index=3

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