4. Stuttgarter Craft Beer Festival, 12.-14. April 2019, Wagenhallen

4. Stuttgarter Craft Beer Festival, 12.-14. April 2019, Wagenhallen

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Eindrücke einer unqualifizierten Bierladenbesitzers-Gattin

Freitag, 12. April
Ich komme, um meinen Mann Martin abzuholen und bin beeindruckt, dass ich nach Nennung meines Namens sofort mit einem Stempel versehen und eingelassen werde: Martin ist echt bekannt in der Bierszene!

Es ist laut und voll, sehr viele Männer, darunter sehr viele Hipster-Bart-Träger. Einige Frauen, so gut wie keine Kinder.
Alles ist sehr gut organisiert (Sicherheit, Ein- und Ausgang, Glas-Ausleihe, Essen), Livemusik spielt. Martin hat heute vor Ort die Biere für sein morgiges Tasting ausgewählt und bat überall um KLEINE Probier-Portionen. Natürlich haben es alle gut mit ihm gemeint und ihm GROSSE Portionen eingeschenkt, er ist also bester Laune. Vor allem, als ihm Grüße aus Boston von einem Fan seiner Biervideos ausgerichtet werden, leuchten seine Augen. Wir müssen unbedingt wieder mehr Videos drehen, Ideen dazu gibt es reichlich! Wir unterhalten uns nett mit einem Herrn von der Poppels Bryggeri aus Schweden: Hier werden die Sauerbiere nicht mit Hilfe von Milchsäuregärung gebraut, sondern durch Einsatz von Sanddorn. Dann müssen wir los, wir sind zu einem privaten Konzert der irischen Folk Band „Rake the Ashes“ eingeladen.

Samstag, 13. April
Heute haben wir etwas mehr Zeit, das Festival ist sehr gut besucht. Martin hatte um 12 Uhr sein Tasting, ich komme am Nachmittag nach. Am Eingang werde ich erkannt und freundlich an der langen Warteschlange vorbei vorgelassen. Martin ist zufrieden mit dem Tasting: Die frühe Uhrzeit war sogar günstig, da es noch nicht so voll und daher noch nicht so laut war. Wenn möglich, ließ er die Brauer, deren Biere verkostet wurden, selbst zu Wort kommen.

Ich verkoste ein Macadamia Porter mit Nitro Foam, sozusagen Molekularküche für Bier, und treffen Almut Zinn aus Freiburg, die die leckeren Emma-Biere braut. Gespräch mit einem jungen Brauer aus dem Elsass: Es ist schwer für ihn, in Deutschland Fuß zu fassen, da die Deutschen bekanntlich nur ungern viel Geld für Essen und Trinken ausgeben, anders als z.B. die Franzosen. Außerdem muss er sich durch die Bürokratie in Sachen Flaschenpfand quälen. Ärgerlich, dass die Dinge an solchen Kleinigkeiten hängen bleiben!

Danach treffen wir noch einige Mitglieder der „Kesselbrauer“, einem Verein, der 2016 von Hobby Brauern in Stuttgart gegründet wurde und der seither ständig wächst.

Mein Fazit: Schönes Event, tolle, vernetzte Szene, die Bierbrauer sind ein sympathisches Völkchen!

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